Wie verhalte ich mich nach einem Einbruch richtig?

Für viele Menschen ist es der reinste Alptraum. Man kommt aus dem Urlaub oder war nur für wenige Stunden aus dem Haus und muss feststellen, dass bei einem eingebrochen wurde. Die Tür ist aufgebrochen und die gesamte Wohnung ist durchwühlt. Für viele ist dies leider nicht nur ein schlechter Traum, sondern bereits zur bitteren Wirklichkeit geworden. Im folgenden geben wir Ihnen eine Checkliste an die Hand, wie Sie nach so einem Vorfall am besten Vorgehen.

1. Polizei verständigen

Wenn Sie einen Einbruch bemerkten, sei es bei Ihnen selbst oder beispielsweise bei den Nachbarn, machen Sie bitte nicht den Fehler und betreten auf eigene Faust die Wohnung oder das Haus. Greifen Sie sofort das Telefon, wählen 110 und benachrichtigen die Polizei über diesen Vorfall. Versuchen Sie möglichst ruhig zu bleiben und alle wichtigen Informationen dem Gegenüber mitzuteilen.

2. Fassen Sie nichts an

Gerade, wenn die eigene Wohnung betroffen ist, fällt es einem schwer, diese nicht zu betreten. Warten Sie jedoch auf die Polizei. Es geht um Ihre eigene Sicherheit. Zudem vermeiden Sie es grundsätzlich etwas anzufassen, um das komplette Spurenbild zu erhalten. Handeln Sie voreilig kann es passieren, dass wichtige Spuren zerstört werden, nicht mehr zu verwerten sind oder verfälscht werden. Sollten Sie die Wohnung doch betreten haben, versuchen Sie Fotos anzufertigen, die Sie der Polizei später zur Verfügung stellen können. In der Regeln werden Lichtbilder jedoch auch durch die Polizeibeamten vor Ort gemacht.

3. Unterstützen Sie die Polizei bei ihren Ermittlungen

Nach Eintreffen der Beamten, teilen Sie diesen zunächst mit, was Sie festgestellt haben. Machen insbesondere darauf aufmerksam, wenn Sie Geräusche aus Ihrer Wohnung vernommen haben. In der Befragung durch die Beamten versuchen Sie sich zu erinnern, ob Sie kurz vor dem Verlassen der Wohnung oder sogar einige Stunden oder Tage vorher verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Sind Ihnen vielleicht Personen oder Fahrzeuge aufgefallen, die sich sonst in dieser Gegend nicht aufhalten. Vielleicht haben Sie auch in der letzten Zeit merkwürdige Anrufe erhalten. Nicht selten versuchen Einbrecher im Vorwege zu erfahren, ob sich ein Einbruch lohnt. Jeder noch so kleine Hinweis könnte der Polizei helfen, die Täter zu identifizieren.

Haben Sie in Ihrer Wohnung bereits Überwachungskameras installiert, speichern Sie die Daten sicher ab und stellen diese den Beamten zur Verfügung. Oftmals können aus den Aufnahmen wichtige Erkenntnisse entnommen werden, die die späteren Ermittlungen erleichtern.

Darüber hinaus können Sie eine detaillierte Stehlgutliste anfertigen. Hier schreiben Sie auf, was Ihnen entwendet wurde. Zudem ist es von Vorteil, wenn Sie die einzelnen Gegenstände ausführlich beschreiben und den entsprechenden Sachwert hinzufügen. Bei der Beschreibung ist es wichtig, dass Sie Besonderheiten hervorheben, wie beispielsweise Farben oder Gravierungen. So ist es im Nachhinein für die Polizei einfacher, wieder aufgefundene Gegenstände dem rechtmäßigen Besitzer zuzuordnen. Darüber hinaus können Sie, sofern Sie haben, Fotos der entwendeten Gegenstände beifügen.

4. Den Versicherer benachrichtigen

Ist der erste Schock überwunden,kontaktieren Sie ihre Versicherung und informieren diesen über den Einbruch. Oftmals wird man dazu aufgefordert, eine entsprechende Stehlgutliste anzufertigen. Klären Sie telefonisch ab, wie umfangreich diese gestaltet werden muss. Im besten Falle fertige Sie eine Liste an und können diese an die Polizei als auch an die Versicherung weitergeben. Die Sachbearbeiter können Ihnen Auskunft darüber geben, welche weiteren Unterlagen benötigt werden und wie im Weiteren verfahren wird.

5. Sperren der Bank- und Kreditkarten

Wurden ihnen entsprechende Geldkarten oder sogar das gesamte Portemonnaie entwendet, müssen Sie schnell handeln. Hierzu wählen Sie die bundesweite Hotline für Kartensperrungen. Diese lautet 116 116. Möchten Sie mehr über dieses Thema wissen, können Sie sich hier informieren.

6. Therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen

Sollten Sie in den Tagen nach dem Einbruch bemerken, dass dieses Ereignis Sie belastet, sträuben Sie sich nicht therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Alpträume, schlechter Schlaf oder aufkommende Ängste können die ersten Anzeichen sein. Solche Folgen sind nicht ungewöhnlich – gerade, wenn die Täter sich zu den persönlichsten und intimsten Bereichen (beispielsweise Schlafzimmer, Kleiderschrank, usw.) Zutritt verschafft haben.

7. Machen Sie Ihr Zuhause sicherer

Um einen weiteren Einbruch zu verhindern, sollten Sie sich schützen. Hierzu gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Versuchen Sie alle Schwachstellen auszubessern. Hierzu eignet sich unter anderem das Anbringen von Überwachungskameras im Außen- als auch Innenbereich. Möchten Sie ein abschreckende Wirkung erzielen, installieren Sie entsprechende Kameras außen an Ihrem Gebäude. Achten Sie darauf, dass die Kameras gut sichtbar jedoch für potenzielle Täter nicht einfach zu erreichen sind.